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B or not to B

Vitamin B12 Mangel – ein schleichender Leidensweg

 

Gesagt wird, dass heute jeder 3. Erwachsene unter Vitamin B12-Mangelsymptomen leidet, die meistens dem stressigen Alltag zugeschrieben werden. Hierunter zählen z. B. chronische Erschöpfung, Schlafstörungen, Muskelzuckungen und Kribbeln, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Stimmungsschwankungen bis hin zu Psychosen, aber auch der Rückgang aller Schleimhäute (Schleimhäute zählen zu unseren Abwehrbarrieren gegen das Eindringen von Erregern und schützen so insbesondere Mund, Scheide, Darm und Blase).

 

Vitamin B12 spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung, Blutbildung und der Funktion des Nervensystems. Ein unbehandelter Vitamin B12-Mangel kann zu irreversiblen neurologischen Schäden führen.

 

Die Mangelversorgung betrifft aber nicht nur Vegetarier und Veganer sondern auch „Fleisch-Esser“, denn der Körper kann Vitamin B12 (wie auch Vitamin D) nicht ausreichend über die Nahrung zu sich nehmen. Unser einziger Lieferant – die tierische Nahrung – liefert nicht (mehr) die nötige Versorgung. Daher beobachte ich bei zahlreichen „Mischköstlern“ einen latenten Mangel, jedoch ohne Bewusstsein über eine mögliche Unterversorgung, wie es unter Vegetariern der Fall ist.

 

Ein schönes Beispiel habe ich auf der Seite von vitamin-b12-mangel.org gefunden:

„Laut der Vitamin B12 Tabelle enthält eine normale Portion Rinderfilet mit 150 g etwa 3 µg des wertvollen Vitamin B12. Dieser Messwert bezieht sich jedoch auf den Rohzustand. Sobald das Fleisch bei Ihnen auf de Teller liegt ist von einem Vitamin B12 Gehalt von 0,6 µg auszugehen (sehr hitzeempfindlich)

Fazit: Mit 150 g gebratenem Rinderfilet führen Sie Ihrem Körper letztendlich nur 0,6 µg Vitamin B12 zu. Das entspricht 20% der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesdosis von 3 µg.“

 

Entgegen vieler Aussagen ist in pflanzlichen Produkten kaum verwertbares Vitamin B12 vorhanden, wie z.B. in der Nori-Alge, die keine verlässliche Quelle darstellt (mehr dazu unter vegane-gesellschaft.org)

 

Den schleichende Leidensweg nannte ich den Vitamin B12 Mangel anfangs. Bei gesunden Verdauungsorganen kann es 10, 20 oder sogar 30 Jahre und länger dauern, bis sich erste Beschwerden zeigen. Diese lange Latenzzeit verleitet zur Unterschätzung des Problems.

 

Entscheidend dafür, wie schnell es zu einem Vitamin B12 Mangel kommt, ist der Darm-Leber-Kreislauf. Wird das über die Galle in den Darm gelangende Vitamin B12 nahezu vollständig wiederaufgenommen, so kann man damit recht lange leben. Bei gestörtem Darm-Leber-Kreislauf hingegen dauert es mitunter nur ein bis zwei Jahre, bis sich die ersten Symptome bemerkbar machen. Dabei ist es unerheblich, ob viel oder wenig Fleisch gegessen wird.

 

Einen schnelleren Verbrauch von Vitamin B12 benötigen Patienten, die an chronischen Magen-Darm-Entzündungen leiden, Magensäure-Blocker oder –Neutralisierer einnehmen, Metformin, Antibiotika, Cholesterinsenke, Psycho-pharmaka, Bluthochdruckmittel und häufig zu Aspirin greifen.

 

Vitamin B12 ist wasserlöslich und Nicht-verwertbares wird über die Niere ausgespült, so kann es nicht zu Überdosierungen kommen.

 

Da leider nur wenige Mediziner Kenntnisse über eine zuverlässige Vitamin B12 Bestimmung haben und weder beim kleinen noch beim großen Blutbild der Check automatisch dabei ist, sollten Sie, mal wieder, gezielt nach bestimmten Werten fragen:
Holo-TC Wert (Holotranscobalamin II) ist der wichtigste Marker für eine Mindestversorgung an Vitamin B 12 und zeigt schon frühzeitig Mangelsymptome an, auch dann wenn der Vitamin B12 Spiegel im Blut eigentlich noch normal ist. Der Vitamin B12 Wert, der von Mediziner in der Regel gecheckt wird, ist NICHT aussagekräftig!

 

Ich berate Sie gerne.

Andrea Mohr

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