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Ich liebe meinen Bauch

– Frauen fällt dieser Satz besonders schwer…

Ein kleines Bäuchlein ist meist ungefährlich und dient in den Wechseljahren sogar als Östrogenspeicher. Frauen mit etwas Bauch leiden oft weniger unter Wechseljahrsbeschwerden als extrem schlanke Frauen. Auch die gefürchtete Osteoporose tritt bei Frauen hier weniger auf als bei sehr schlanken Frauen. Riskant kann es allerdings werden, wenn wir im s.g. vizeralen (Bauch-)Fett speichern.

Das Fett wird zur eigenständigen, hochaktiven Drüse, die dauerhaft Fettsäuren ins Blut abgibt. Blöd, dass der Körper diese Fettsäuren nicht aufnehmen bzw. verwerten kann – sie verbleiben und zirkulieren ständig im Blutkreislauf. Das Risiko schwerer Erkrankungen steigt (Diabetes, Arteriosklerose, Bluthochdruck bis hin zu Schlaganfall und Herzinfarkt).

Zudem produzieren die Fettsäuren ein giftiges Stoffgemisch, welches zu unterschwelligen Entzündungen führt, die unsere Abwehr über die Maßen in Anspruch nehmen (silent inflammation)

Messen Sie am besten gleich nach, ob Sie beruhigt Ihre wohlgeformte Mitte finden und lieben dürfen. Oder ob es zu viel des Guten ist.

Atmen Sie aus und legen Sie das Maßband auf Höhe des Bauchnabels an. Als Faustregel gilt für Frauen: Bei einer durchschnittlichen Körpergröße von 1,60 m bis 1,75 m sind maximal 82 cm unbedenklich.

Wie kommt es zu dem ungesunden Bauchfett?

Bitter war wahr: Nährstoffüberschuss wird nicht abgearbeitet (z.B. durch Bewegung)

Unbekannt aber verbreitet: Stress sorgt für das „Überlebenspolster“

Bei seelischen Anspannungen schüttet die Nebenniere Cortisol (Stresshormon) aus.

Cortisol lässt Fett bunkern, als Reaktion auf Notfallsituationen. Der Körper weiß ja nicht, dass unser Stress in der westlichen Welt gerade mal gar nichts mit Hungernöten, Naturkatastrophen und Krieg zu tun hat.

Aber genau für diese Notfälle ist das innere Bauchfett vorgesehen: Es dient als schneller Energiespeicher. Wenn unter o.g. Ereignissen keine Nahrung zur Verfügung steht, dann gibt das viszerale Bauchfett seine Lipide an das Blut ab.

Das ist auch der Grund, weswegen selbst sehr schlanke Frauen ein „Bäuchlein“ haben können. Und weil mein Fachgebiet „Hormone“ sind, auch hier für Sie die passenden Vier, die Fettablagerungen am Bauch stark beeinflussen:

Adiponectin reguliert den Körperfettanteil

Je schlanker der Körper ist, desto mehr Adiponectin wird von den Fettzellen freigesetzt. Seine Aufgabe: Stoffwechsel ankurbeln, schneller Fett abbauen.

Mein Tipp (außer mehr Bewegung) Oliven, Avocados, Leinsamen und Chia Samen, Pistazien und Kürbiskerne sowie viel frisches Obst und Gemüse helfen, den Spiegel zu erhöhen.

Leptin beeinflusst den Heißhunger

Das Hormon sendet Signale an unser Gehirn, die unser Sättigungsgefühl erzeugen. Aber zu viel Körperfett lässt das Leptin leider unempfindlich und reaktionslos werden. Ergebnis: Ständig hungrig.

Mein Tipp: Ausreichend zu schlafen (7-8 Stunden) und Antioxidantien essen. Dazu gehören unter anderem Beeren, grünes und rotes Gemüse.

Insulin reguliert den Blutzuckerspiegel im Körper

Werden zu viele Kohlenhydrate verzehrt, wird die Insulinausschüttung gestört und der Abbau und die Verbrennung von Körperfett gehemmt. Fettzellen reagieren resistent gegen Insulin. Das heißt: Der Körper benötigt immer mehr Insulin um zu funktionieren.

Cortisol führt zu Fettsansammlungen am Bauch

Das Hormon haben wir heute schon kennen gelernt. Es wird ausgeschüttet bei Stress aber auch bei intensivem Training, Infektionen, Schmerzen und Entzündungen. Gemein noch dazu: Cortisol steigert das Verlangen nach Süßem und Salzigem.

Mein Tipp: Ausgeglichenheit ins Leben bringen. Atemübungen helfen dabei, mit Stress besser umzugehen und den Cortisolspiegel zu senken. Achtung: Koffein steigert den Cortisolspiegel.

Beginnen Sie mit kleinen Veränderungen im Leben, arbeiten Sie konsequent am viszeralen Fett, aber versöhnen Sie sich mit Ihrer inneren Mitte. Sie können heute schon mit einer kurzen Atemübung beginnen. Essen Sie täglich 1-2 Äpfel und verrühren Sie 1 EL Flohsamenschalen in Wasser. Diese Kombination regt die Verdauung an. Auch Apfelessig ist förderlich.

Ein Rezept finden Sie demnächst in Facebook. Folgen Sie mir gern. Täglich gibt es wertvolle, kleine Informationen zur Frauengesundheit.

Sollten Sie an einem Test der Hormone interessiert sein, vereinbaren Sie einen Termin in meiner Praxis. Ich begleite Sie gern auf Ihrem natürlichen Weg.

Bildquelle: Pixabay

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