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Neues Jahr – neues Gewicht, klappt es dieses Mal?

In Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag “Ausleiten und Entgiften”, höre ich immer wieder die Frage auf: Hilft das auch beim Abnehmen? Dem beliebstesten Gesundheitsthema in den ersten Tagen des neuen Jahres.

Im Prinzip ja, weil es neben der Ernährungsumstellung und dem Sport eben ein wichtiger Baustein ist.

 

Viele Frauen sind verzweifelt, da sie es trotz guten Willens, Motivation und Ausdauer einfach nicht schaffen, ihr Gewicht zu reduzieren. Wie oft hat „frau“ nach einer Diät am Ende mehr Pfunde auf den Hüften als vorher? Dann war es einerseits die falsche Diät, die Ernährungsumstellung war zu krass, als dass man sie auch über längere Zeit durchhalten könnte und andererseits waren vielleicht einige der nachfolgenden Faktoren mit im Spiel, die das Abnehmen behindern.

 

  • Die Schilddrüse

Sie ist verantwortlich für unseren Stoffwechsel. Viele sagen zu ihr „Peitsche des Organismus“, das finde ich sehr treffend. Denn sie peitscht z. B. Körperfunktionen zu Höchstleistungen (Symptome wären u.a. Herzrasen, innere Unruhe, Schlafstörungen, Menstruationsbeschwerden) oder lässt sie völlig einschlafen (Müdigkeit, Lustlosigkeit, Verstopfung, trockene Haut, ausbleibende Regelblutung)

 

Bei einer Unterfunktion läuft der Körper also auf Sparflamme und hat daher auch einen entsprechend niedrigen Energiebedarf. Das bedeutet, dass die Betroffene oft trotz geringer Kalorienaufnahme nicht abnimmt oder sogar weiter zunimmt.

Lassen Sie sich bei der Bestimmung der Schilddrüsenwerte immer ein komplettes endokrinologisches Labor machen (TSH, freies T3, freies T4 und die Antikörper).

 

  • Die Hormone

Eine Hormonstörung, die ja in vielen Lebensphasen auftreten kann (in den Wechseljahren, während der Pubertät und den eben erwähnten Schilddrüsen-fehlfunktionen) hemmt den Fettabbau. Eine Fehlverteilung der Fette zeigt sich häufig in Form einer übermäßigen Ansammlung von Fettzellen am Gesäß oder am Bauch. Verantwortlich dafür kann ein Überschuss oder ein Mangel an den Geschlechts-hormonen Östrogen, Progesteron oder Testosteron sein. Das kennen viele von der Gewichtszunahme unter der Pillen-Einnahme, wenn eben das Präparat nicht zu dem Hormonstatus der Frau passt. Übrigens ist eine Bestimmung der Hormone vor der ersten Pillenverordnung hilfreich, um nicht mehrere ausprobieren zu müssen, bis eine passt.

 

  • Lebensmittelunverträglichkeiten

Viele Menschen leiden unter Allergien, das wissen die Betroffenen dann auch, aber eine Unverträglichkeit zeigt sich unterschwellig und braucht Spürsinn. Und diese Unwissenheit führt zu langjährigen unterschwelligen Entzündungsprozessen im Körper, bei denen große Mengen eines Proteins freigesetzt werden (TNF-alpha). Dieses Überangebot kann zu einer Verwertungsstörung von Glucose führen und den Diabetes Typ 2 oder dessen Vorstufen auslösen. In dessen Folge kann das Abnehmen nun zu einer nahezu unüberwindbaren Hürde werden. Tipp von mir: auch immer mal von Jahr zu Jahr einen Blutzuckertest machen lassen.

 

  • Darmflora

Längst weiß man, dass Übergewichtige eine anders zusammengesetzte Darmflora aufweisen als Normalgewichtige. Offenbar verhindert diese fehlgeleitete Darmflora das leichtere Abnehmen. Ein Stuhltest gibt Auskunft über die Zusammensetzung und über die Einnahme des richtigen Probiotikums.

 

  • Mangel an Ballaststoffen

Ballaststoffe aktivieren die Darmperistaltik und wirken so einer Verstopfung entgegen, denn ein träger Darm lässt das Gewicht schneller ansteigen. Ein ausreichender Ballaststoffanteil in der Nahrung sorgt zudem für eine langsamere Kohlehydrat-verwertung, die nicht nur ein längeres Sättigungsgefühl verursacht, sondern die Glucose in kleineren Mengen ins Blut abgibt und nicht auf einmal. Wussten Sie dass der Körper überschüssige Glucose automatisch in Fett umwandelt und es in sein Depot für „schlechte Zeiten“ schiebt?

 

  • Medikamente

Eine Studie der Harvard Universität bestätigt, dass teilweise freiverkäufliche Medikamente, wie chosterinsenkende Medikamente, Betablocker gegen Bluthochdruck, kortisonhaltige Medikamente, die Pille, Migränemittel, Antidepressiva und Neuroleptika den Energiestoffwechsel reduzieren und so die Fettverbrennung hemmen, den Hormonspiegel aus dem Gleichgewicht bringen, den Appetit anregen oder zu Wassereinlagerungen führen. Hier können Sie gemeinsam mit dem behandelnden Arzt Alternative erfragen.

 

  • Künstliche Süssungsmittel

Menschen, die versuchen ihr Gewicht zu reduzieren, greifen immer häufiger zu den Light Produkten. Synthetisch hergestellte Süssstoffe wie Aspartam, Saccharin und Sucralose bewirken jedoch häufig das Gegenteil. Lange Zeit glaubte man, dass der Körper generell auf den Geschmack „süss“ mit einer Insulinausschüttung reagiere, woraufhin der Blutzuckerspiegel stark absinke (da ja kein Zucker verzehrt wurde) und der Körper daraufhin mit Heisshungerattacken Nachschub fordere. Heute hingegen vermutet man eher, dass Süssstoffe den Stoffwechsel dauerhaft irritieren, denn der Körper bringt das Signal „süss“ automatisch mit einer hohen Kalorienanzahl in Verbindung. Wird also was Süßes gegessen erhöht sich die Körperkerntemperatur, die Verdauungsorgane werden aktiv und der Stoffwechsel beginnt seine Arbeit. Bleiben die Kalorien jedoch nach Eintreffen des süßen Geschmacks aus, bleiben auch die Aktionen des Körpers irgendwann aus (er lässt sich eben nicht austricksen). Die Kerntemperatur steigt nicht mehr, die Verdauung wird träge, Nährstoffe werden nicht mehr richtig verwertet und der Körper verlangt schließlich immer mehr Nahrung, bis die Gewichtskontrolle aus dem Ruder gerät – ein Teufelskreis.

 

  • Glutamat

Ein Geschmacksverstärker, der heute als Würzmittel in fast allen Fertiggerichten zu finden ist, intensiviert den Geschmack und verstärkt den Appetit auf dieses Gericht. Betrachten Sie unter diesem Zusammenhang mal das Wort „Geschmacksverstärker“. Aber nicht nur die Nahrungsmittelindustrie verdient an Glutamat, viel fataler, Glutamat setzt das Sättigungsgefühl im Gehirn außer Kraft. Wußten Sie, dass in vielen Kantinen, Großküchen und Altenheimküchen Glutamat zur Appetitanregung verwendet wird?

Achten Sie mal auf die Begriffe E 620 und E 625, Würze, Aroma, Hefeextrakt, Nährhefe, gekörnte Brühe beim nächsten Einkauf und fragen Sie im Restaurant nach glutamat-freien Gerichten.

In meiner Praxis können Sie die o.g. Laborparameter testen lassen und mit einem individuellen Therapieplan basierend auf Ihren Symptomen sowie mit einer von mir empfohlenen Ernährungsberaterin gesund und erfolgreich die Pfunde bekämpfen.

Andrea Mohr

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