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Rhythmus Natur Frau

Frauen leiden besonders unter einem Rhythmusverlust

Frauen sind rhythmische Wesen

Und leiden deshalb besonders unter einem Rhythmusverlust

Für mich heißt – mit dem Rhythmus der Natur leben – mit dem Rhythmus des Körpers leben: Die Voraussetzung für einen harmonischen und gesunden Alltag. Wir erleben als Frauen einen Rhythmusverlust stärker als Männer.

Wie sensibel unser (Hormon)System ist, sehen wir am Menstruationszyklus (natürlich nur ohne Pille). Er zeigt uns häufig ein Abbild der Belastungen aus vorausgegangenen Wochen, in Form von Blutungsveränderungen, Ausbleiben, verkürzten Zyklen, Stimmungsschwankungen etc.

Welchen Einfluss hat der Mond(rhythmus) auf uns Frauen?

Wir wissen, dass der Mond in seiner Helligkeit und durch die Schwerkraft auf die Erde einwirkt. So wirkt sich der Wechsel zwischen Neumond und Vollmond (durchschnittlich alle 29,53 Tage) und die Anziehungskraft (unser Körper besteht zu 80-85 % aus Wasser – Wassereinlagerungen) auf unseren Menstruationszyklus aus. Die Chronobiologin Prof. Dr. Charlotte Förster von der Uni Würzburg hat sogar festgestellt, dass die zunehmende Umweltverschmutzung (Helligkeit des Mondes) und das Kunstlicht in den Städten die Vögel aus dem Takt bringt (Sing-/Brutzeiten verschieben sich). Fazit: Licht in der Nacht verkürzt die Zyklen.

Auch wenn du keinen Zyklus mehr hast, kann du deine kreativen Kräfte mit dem Mond synchronisieren. Hier gilt die Faustregel: Der abnehmende Mond lässt im Körper alles los, altes kann weichen (das siehst du auch auf der Waage, die Pfunde purzeln leichter), der zunehmende Mond bringt dir Energie für neue Kreativität, Inspiration und Selbstverwirklichung (Aufbauphase). Wenn du zu dem Thema mehr wissen möchtest, empfehle ich dir das Buch „Roter Mond“ von Miranda Grey.

Rhythmus bedeutet gleichzeitig „lebendig zu sein“

Frauen können ihren Körper als etwas sehr Lebendiges begreifen. Wir sehen das täglich im einzigartigen Auf- und Abbau (Gebärmutterschleimhaut, Eireifung/-sprung usw.) von Pubertät bis zum Klimakterium. Viele Frauen behalten ihren Rhythmus sogar nach den Wechseljahren bei. In der Menopause sind daher „andere“ Rhythmen wichtig, z. B. einen regelmäßigen Aderlaß nach Hildegard von Bingen, tägliches Hormonyoga oder eine Entgiftungskur im Frühjahr, finde für dich ein neues Ventil.

In der anthroposophischen Medizin

finden wir den Bezug zwischen natürlichen Rhythmen und der geistigen Entwicklung des Menschen. Mir gefällt die Einteilung in die 7 Jahreszyklen – so soll sich eine stoffliche Erneuerung des physischen Leibes in 7 Jahresperioden vollziehen.

Sagen wir das etwas einfacher: Alle 7 Jahren entwickelt der Mensch besondere Fähigkeiten durch Wandlungsphasen.

Einige Beispiele: mit 7 Jahren entwickelt sich der Verstand zum Ich-Bewusstsein (Zeit der Unterscheidung). Mit 21 Jahren ist die Zeit des Aufbruchs (– Autonomie – Selbsterkennen). Mit 35 Jahren ist die Sturm-und-Drang Zeit vorbei. Erkenne das, was du bist – steht hier im Fokus. Oder mit 49 Jahren, der Zeit der ersten „Seelenweisheit“. Die Energie der Wechseljahre gibt Frauen einen Schub ihre Wünsche zu verwirklichen. Durch den Wegfall des Menstruationszyklus erhalten wir Energie für die Geburt „geistiger Kinder“.

Wie kommt es zu einem Rhythmusverlust?

Die Verdächtigen sind: Stress, seelische Belastungen, Schichtarbeit und damit verbundene Schlafstörungen. Warum: Hormone sind sehr rhythmisch. Sie werden pulsativ ausgeschüttet, reagieren sehr sensibel Veränderungen, innere Unruhe, schlechtes Essen, Verdauungsstörungen usw. Unter „normalen“ Umständen gibt es einen Reiz (vom Hypothalamus) über die Hypophyse zur Ausschüttung von Hormonen, wenn zu wenig vorhanden sind. Sind genügend vorhanden, greift ein Feedback-Mechanismus, der veranlasst, die Produktion frühzeitig zu stoppen. Die Hypophyse ist also eine Art „Temperaturfühler“ für Veränderungen im Körper.

Die drei Wörter, mit denen man die Hypophyse am besten beschreiben kann, sind: Koordination, Balance und Harmonie. Dieses kleine Organ arbeitet perfekt mit dem Gehirn zusammen. Auch für die menschlichen Sinne ist es von Bedeutung. Ein Bespiel: Du wirst von deinem Chef aufgefordert, eine Präsentation abzugeben, die noch gar nicht fertig ist.

Nach dieser Aufforderung sendet der Hypothalamus (der oberste Chef) ein Alarmsignal an die Hypophyse. Diese wird dann eine Kette von Prozessen veranlassen, um dich zu motivieren und dir Kraft zu geben. Auf diese Weise will sie dir ermöglichen, die gestellte Aufgabe zu erfüllen und das gewünschte Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Darüber hinaus holt sie die Hormone zur Hilfe.

Die Schilddrüse spielt hier auch wieder mit, denn sie erhöht den Grundumsatz – liefert nötige Energie. Außerdem ist sie ein sehr weibliches Organ und steht für Kommunikation (am Hals logisch). Wenn Frau häufig Dissonanzen runterschlucken muss, also nicht sagt, was sie denkt, nicht ausspricht, was sie fühlt, kann es auf der psychosomatischen Ebene zu Störungen an der Schilddrüse kommen. Übrigens ist die Autoimmunerkrankung Hashimoto die, die am schnellsten zugenommen hat in den letzten Jahren.

Last but not least betrachten wir den zirkadianen Rhythmus der Cortisol-Ausschüttung (unser Stresshormon). Niedrige Cortisolspiegel lösen am Abend Müdigkeit aus und ansteigende Spiegel gegen 5 Uhr morgens machen uns fit für den Tag. Der Kontrahent von Cortisol ist Melatonin. Weicht am Abend das Cortisol aber nicht, weil wir innerlich nicht zur Ruhe kommen oder uns durch körperliche Aktivitäten und spätes Essen „hochpuschen“, dann wird der Kontrahent Melatonin unterdrückt. Wir haben Einschlafstörungen (siehe meinen Blogbeitrag) – ein gravierender Rhythmusverlust beginnt.

Rituale bringen uns einen verlorenen Rhythmus zurück

 Für eine ganzheitliche Balance benötigt Frau eine bewusste rhythmische Lebensweise, wie bspw. zur gleichen Zeit essen, schlafen, bewegen, tiefes atmen, um im Einklang mit den hormonellen Zyklen zu schwingen.

 Und Rituale! Es sind Grundbedürfnisse der Menschen. Sie geben Sicherheit und Beständigkeit. Sie werden schon von die kleinen Kinder geliebt (Geschichten im Bett vorlesen, bei Oma den leckersten Kakao trinken), aber auch wir Erwachsene benötigen sie (Torte zum Geburtstag, Sekt auf einen erfolgreichen Geschäftsabschluss trinken etc.).

Rituale und Rhythmus gehören für mich eng zusammen. Schaue auf die Jahreszeiten – ich freue mich auf regionale Produkte, die ersten Erdbeeren vom Feld, der erste Spargel oder die erste Kürbissuppe. In der dunklen Jahreszeit versuche ich abends besinnlichere Dinge zu tun, wie Handarbeiten, Lesen oder einfach im Kerzenlicht Musik zu lauschen. Viele räuchern im Herbst mit Weihrauch oder Salbei die Wohnung durch oder feiern Rauhnächte oder Walpurgisnacht.

Es ist wichtig, sich als Frau mit der Mutter Erde zu verbinden. Wir sagen auch: „Ich muss mich erden“, wenn alles durcheinander geht. Hilfreich sind: Waldspaziergänge, Yoga, Meditation, Stärkung des Wurzelchakras. Lass uns einen kurzen Blick darauf werfen:

Wenn das Wurzelchakra bei dir blockiert ist, macht sich das in einem Gefühl der Heimatlosigkeit und Unsicherheit bemerkbar. Dir fehlen die Bodenhaftung und die Verbindung zur Erdenergie. Statt gelassen dein Leben zu bewältigen, bist du innerlich unausgeglichen, unruhig und unentspannt. Dir fehlt bei vielen Dingen das Durchhaltevermögen. Eine Blockade kann auch körperliche Auswirkungen haben (Nebennierenbelastung, geschwächtes Immunsystem, Schmerzen/Kribbeln in den Beinen). Ein dunkles Rot ist die Farbe des Wurzelchakras, was für Lebensenergie, Leidenschaft und Kraft steht (wähle deine Unterwäsche in Rot oder ein Schmuckstück aus roter Koralle). Die Ernährung kann dich auch verbinden mit der Erde (z.B. Meerrettich, Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln, Rote Beete, Granatapfel, Rosmarin und scharfe Gewürze wie Chili und Ingwer)

 

Für dich mein Tipp exklusiv zum Thema Rhythmusfindung:

Meine beiden Lieblingsmittel auf homöopathischer Ebene, um körperlich wieder in Balance zu kommen, sind Aurum – Gold und Argentum – Silber.

Aurum steht für den Tag und die Sonne (es wird dann auch tagsüber zugeführt). Argentum steht für die Nacht und den Mond (Einnahme ab nachmittags). Der Einnahmeplan ist schon rhythmisch abgestimmt (manchmal dienen ja auch Medikamentenpläne zur ritualisierten Einnahme)

Neben der klassischen Homöopathie stehen die Schüßler Salze zur Verfügung, die du einfach anwenden kannst.

Passend ist hier das Schüßler Salz Nr.25 – Aurum chloratum natronatum. Es ist kein klassisches Schüßler Salz, sondern es zählt zu den Funktionsmitteln, welche von den Nachfolgern Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) ergänzt wurden.

Es ist das Mittel für alle Körperrhythmen und damit ein typisches Frauenmittel. Im menschlichen Körper ist Aurum chloratum natronatum in der Leber, im Gehirn (Zirbeldrüse – Ausschüttung von Melatonin soll angeregt werden) und im Herzen (Taktgeber) zu finden. Das biochemische Gold-Natriumchlorid beeinflusst daher unter anderem den Schlaf-Wach-, Herz- oder den weiblichen Menstruations-Rhythmus.

Einsatzgebiete sind alle Erkrankungen mit Rhythmusverlust:

Störungen des Menstruationszyklus wie ausbleibende Menstruation, unregelmäßige Periode, Gebärmutter- und Eierstockentzündungen, Endometriose, Gebärmuttersenkung Myome und Zysten, Zysten in der Brust, Polypen in der Gebärmutter, Entzündungen und Verhärtungen der Geschlechtsorgane, depressive Verstimmungen im Zusammenhang mit der Menstruation, Prämenstruelles Syndrom (PMS). Und Schlafstörungen jeglicher Art

Aurum chloratum natronatum wird auch von Menschen benötigt, die sich stark an äußerliche Normen und Regeln halten, anstatt ihren eigenen Rhythmen zu folgen.

Die Aurum chloratumm natronatum Tabletten können je nach Bedarf eingenommen werden. Die Dosierung ist allgemein 3 x 2 Tabletten – morgens, mittags, abends. Denken Sie aber bitte daran, dass viele der o.g. Beschwerden therapeutisch abgeklärt werden müssen.

Bild: Pixabay

 

Andrea Mohr

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Hallo liebe Andrea, wieder ein absolut hochinteressanter, informativer Bericht! Ich konnte vor vielen, vielen Jahren durch Kundalini/ Yin Joga von/ mit Silke Gengenbach ( http://www.wilde Weiblichkeit.de) erfahren dass sich mein Körper ganz von alleine auf den Mondzyklus eingestellt hat. Es war damit unglaublich leicht im Ryhtmus und leicht zu bluten. Denkst du dass es sinnvoll ist, nach Ausbleiben der
    Regel zum Aderlass z.B. in Form
    von Blutspenden zu gehen?

    Herzlichen Dank für deine tollen Blogs
    Claudia

    1. Liebe Claudia, danke für deinen Kommentar und deine Erfahrung, die du mit meinen Leserinnen teilst. Eine Blutspende ist nicht das gleiche wie ein Aderlass, der nach Hildgard-von-Bingen gemacht, eine reinigende Wirkung hat, da das Blut nicht “gezogen”, sondern frei laufen gelassen wird.

  2. Hallo Claudia und Andrea,
    ich finde den Artikel auch sehr interessant. Eine Frage habe ich auch noch. Wo könnte man denn einen Aderlass machen lassen?
    LG
    Heike

    1. Liebe Heike, du kannst dich gern mit mir in Verbindung setzen, dann kann ich dir eine Kollegin empfehlen, die sich mit der Hildegard-Medizin auskennt und den Aderlass sorgfältig und erfahren durchführt.

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