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Die Hauptdarsteller von Hormonstörungen – and the winner is….

Viele meiner Patientinnen klagen über Schlafprobleme, Angstzuständen, Haarausfall, unerklärliche Gewichtszunahme, Allergien, Leistungsverlust oder Kopfschmerzen.

 

Hormone werden zu perfekten Schauspielern, tarnen sich hinter allgemeinen Symptomen. Nicht immer „outen“ sie sich deutlich durch Zyklusstörungen, unreine Haut, Hitzewallungen und Osteoporose.

 

Schon kleinste Störungen im fein abgestimmten Hormonsystem können der Grund unterschiedlicher Krankheitsbilder sein. Sogar schwerwiegende Erkrankungen wie Alzheimer, Asthma, Diabetes, Epilepsie, Multiple Sklerose oder auch Krebs können mit Hormonschwankungen zusammen hängen.

 

Ich bin immer wieder erstaunt über Schulmediziner, die Frauen Hormongaben in schwindelerregender Höhe verordnen, manchmal ohne vorher die Hormonsituation geprüft zu haben. Das Fatale daran ist, Frauen fühlen sich kurzeitig wohler, verkennen aber die Langzeitwirkungen und kommen oft schwer wieder davon los.

 

Doch wer kann das Hormonsystem im Alltag aus dem Gleichgewicht bringen?

Die Feinde sind:

 

1.) Vitamin D-Mangel

Vitamin D ist das berühmte Sonnen-Vitamin, das jedoch in Wirklichkeit ein neuroregulatorisches Hormon darstellt. Es regelt Vorgänge innerhalb des Nervensystems. Sein Fehlen führt zu Kommunikationsstörungen: Die anderen Hormone im Körper können ihre Signale nicht mehr ungehindert senden. Dies kann erklären, warum Menschen mit Vitamin D-Mangel zu Stimmungsschwankungen, Depressionen, Reizbarkeit und Leistungsabfall neigen.

 

Vor allem leiden wir an in den Wintermonaten unter einem flächendeckenden Mangel, aber in Deutschland füllen wir auch im Sommer unsere Reserven nicht auf. Tagsüber leben wir meistens in Büroräumen oder wenn wir uns draußen aufhalten, benötigen wir einen hohen Lichtschutzfaktor, um unser Hautkrebsrisiko zu minimieren. Beides hält unsere Haut davon ab, die wichtige Umwandlung von Sonne in Vitamin D zu vollziehen.

 

2.) Stress und Aufputschmittel

Unsere Nebennieren sind nahezu erschöpft, wenn wir ständigem Stress unterworfen sind. Für unsere Leistungsfähigkeit konsumieren wir tagsüber Nikotin oder Koffein (Energy-Drinks) und am Abend Schlafmittel oder Alkohol für die nötige Ruhe und Entspannung.

Die Nebennieren sind für die Bildung der Stresshormone zuständig. Kurzfristig ist das für den Körper kein Problem, aber ständig… Chronischer Stress überlastet die Nebennieren (Burnout heißt für mich übersetzt Nebennierenerschöpfung = Adrenal Fatigue). Sie erleiden Zellschäden, die der Körper nur schwer reparieren kann. Hier beginnt der Teufelskreis – es werden immer weniger Hormone hergestellt und wir greifen immer mehr zu vielerlei Mittelchen. Müdigkeit stellt sich ein und unsere Gefühlswelt gerät ins Wanken.

 

Wenn wir die Nebennieren stärken, erhalten auch alle anderen Drüsen im Körper Power wir verbessern somit die gesamte Hormonbalance.

 

Neben einem absolut wichtigen Stressmanagement, brauchen die Nebennieren Unterstützung durch Vitamin B-Präparate, Vitamin C, Magnesium, Probiotika und Enzyme.

 

3.) Umweltschadstoffe

Schadstoffe aus der Umwelt, Medikamente (z.B. die Pille) aber auch die heute allgegenwärtige Strahlenbelastung (Mobilfunkt, radiologische Untersuchungen) können sich ganz massiv auf den Hormonhaushalt auswirken. Besonders leicht lässt sich die Schilddrüse aus dem Gleichgewicht bringen.

 

Eine schlecht arbeitende Schilddrüse (die Autoimmunerkrankung Hashimoto nimmt rasant zu), wirkt schwächend auf den gesamten Stoffwechsel und stört die Funktionen aller anderen Hormondrüsen, die natürlich dazu selbst unter den Umwelteinflüssen leiden.

 

Die Naturheilkunde ist in der Lage, durch Ausleitungsmaßnahmen vorhandene Schadstoffe aus dem Körper zu schwemmen (z.B. durch Darmsanierung, Entschlackungskur, Entsäuerung oder Schwermetallausleitung)

 

4.) Substanzen mit Hormonwirkung

Gebrauchsgegenstände, Lebensmittel, Verpackungen sind voller hormoneller Substanzen, die den Hormonhaushalt beeinflussen können (es sind schon Spuren davon ausreichend, um die sensible Balance zu stören). Diese Substanzen verzögern oder beschleunigen die Hormonbildung (Östrogendominanz bzw. Progesteronmangel) oder aktivieren körpereigene Hormone.

 

Dazu gehören unter anderem:

  • Schadstoffe aus Polychlorierten Bisphenyle (PCB)
  • Pestizide
  • Schwermetalle (Quecksilber, Blei, Aluminium etc.)
  • Weichmacher (Phthalate)
  • Manche UV-Schutzfilter in Sonnenschutzkosmetika sowie Kosmetikprodukte die hormonell wirksame Konservierungsstoffe enthalten (Methylparaben) – und davon verwenden wir viele!
  • Lebensmittel in Dosen
  • Getränke aus Kunststoffflaschen (besser zu Glasflaschen greifen)
  • Bisphenol A (Chemikalie in Kunststoffen) *

 

*) Bisphenol A irritiert das Östrogen in unserem Körper. UM BPA zu entgehen, vermeiden Sie Produkte die mit „PC“ (Polycarbonat) markiert sind oder mit dem Recycling Code „Nummer 7“ versehen sind – das Dreieck aus drei Pfeilen mit der Zahl in der Mitte)

 

Für Kinder sind diese Substanzen noch schädlicher, deshalb wurde auch verschiedene Weichmacher in der Herstellung von Kinderspielzeug, Schnullern und Babyflaschen verboten. Wenn Sie Kleinkinder haben, dann achten Sie aber auch auf alles was PVC haltig ist (Fußböden, Kunstledermöbel, Handschuhe, Küchen- und Badezimmerartikel etc.)

 

Mediziner stellen fest, dass momentan bei Jungen und Männern vermehrt hormonelle Entgleisungen unter anderem mit Missbildungen der Geschlechtsorgane, Hodenkrebs oder einer verminderten Anzahl und Qualität der Spermien vorkommen.

 

Bei Mädchen setzt die Pubertät immer früher ein, was später das Brustkrebsrisiko möglicherweise erhöht.

 

Auch die Tendenz zu stärker auftretenden Allergien, Diabetes, Fettleibigkeit, Störungen der Gehirnentwicklung und Verhaltensauffälligkeiten werden in Zusammenhang gebracht.

 

Es gibt Grenzwerte für die genannten Stoffe, aber hierbei wird nicht beachtet, dass diese für Kinder zu hoch angesetzt sind, und dass wir Erwachsene täglich einen ganzen Cocktail aus den oben genannten Störfaktoren zu uns nehmen.

 

Gerne berate ich Sie in der Praxis für Frauengesundheit und kontrolliere Ihren Hormonstatus sowie die Stressbelastung.

Andrea Mohr

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