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Migräne und 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen

Ich kenne viele davon. Ist heute mal wieder der Vollmond schuld, oder ist der Grund die nächtliche Arbeit am PC? Wann habe ich eigentlich das letzte Mal frisch gekocht? Mein Kopf wird von 1000 hämmernden Männchen bearbeitet. Oder wie ist es bei Ihnen?

 

In der Schulmedizin gilt Migräne als „unheilbar“. Auch mit anderen Kopfschmerz-Arten wie Cluster- und Spannungskopfschmerzen tut sie sich schwer. Die Attacken werden mit Schmerzmedikamenten behandelt und ergänzt durch ein Mittel gegen Übelkeit. Die Dauermedikation allerdings führt durch die Organbelastung wiederum zu Kopfschmerzen und Migräne – ein Teufelskreis also.

 

Gerade im Bereich der Kopfschmerzen finden wir einen häufigen Missbrauch, das heißt konkret, an mehr als 10 Tagen im Monat werden Schmerztabletten genommen. Langfristig steht hier nur der „Entzug“ unter Aufsicht in einer Schmerzklinik an.

 

Die Auslöser von Kopfschmerzen sind vielfältig. Die gängigsten sind: Hormonstörungen, Verspannungen durch Fehlhaltungen (führen meist zu chronischen Schmerzen), Allergien/Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stress, Schlafmangel, psychische Belastungen. Selten steht ein eigenständiges Krankheitsbild dahinter, sondern vielmehr eine Überlastungsreaktion des Körpers, wie auch die Gefäßveränderungen im Kopfbereich bei einem Migräneanfall im bildgebenden Verfahren sichtbar macht. Doch diese ist das Ende der Fahnenstange, der Körper schreit um Hilfe und schmerzt. Während der Schmerzattacke erweitern sich Arterien im Kopfbereich. Diese Erweiterung dehnt die Nerven, die sich um das Gefäß winden. Die Nerven setzten Botenstoffe frei, was zu einer zusätzlichen Erweiterung der Gefäße führt. Diese Vorgänge führen zu Schmerzreizen.

 

Daher steht hier die ganzheitliche Behandlung mit der Ursachenforschung durch den Heilpraktiker im Vordergrund. Deswegen wird auch an weit entfernteren Orten wie nur am Kopf geschaut und die verschiedenen Kopfschmerzregionen in Zusammenhang gebracht.

 

In der chinesischen Medizin werden Kopfschmerzen nämlich in Zonen eingeteilt, die jeweils eine segmentale Verbindung zu einem auslösenden Organ aufweist. Kopfschmerzen können durch Niere, Herz, Leber, Magen, Darm, Milz und Bauchspeicheldrüse ausgelöst werden. Und die Niere hat direkten Einfluss auf das Hormonsystem.

 

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass rechtsseitige Kopfschmerzen u.a. auf eine Leberproblematik, Stirnkopfschmerzen auf eine Nierenthematik und Schläfenkopfschmerzen links auf Milz und Bauchspeicheldrüse verweisen können.

 

Oder betrachten wir die Psyche. Aus psychosomatischer Sicht sind Migräne und Kopfschmerz-Patienten von intelligenter aber auch von kopflastiger Natur. Dies erzeugt eine chronische Überaktivierung des Gehirns.

 

Umweltbelastungen (Schadstoffe, Amalgam usw.) aber auch mangelnde Trinkmenge führen zu Kopfschmerzen.

 

In der naturheilkundlichen Migränebehandlung spielt die Ernährung eine besondere Rolle. Achten Sie mal darauf, ob Sie einen Zusammenhang erkennen können. Histaminreiche Speisen sind ganz oben auf der Liste der Auslöser (Trigger).

 

Das waren nur ein paar Möglichkeiten.

 

Als frauentypische Erkrankung (15 % aller Frauen haben regelmäßig Kopfschmerzen) führe ich in meiner Praxis zuerst ein ausführliches Anamnesegespräch durch. Je nach Diagnose stimme ich mit der Patientin ein alltagstaugliches Therapiekonzept ab. Denn die Behandlung ist meist langfristig.

 

Als Verfahren setze ich erfolgreich die Akupunktur, Homöopathie, anthroposophische Medizin, Aromatherapie, Darmkur/Darmsanierung, Entgiftung, Hormonregulation und orthomolekulare Medizin ein (bestimmte Vitalstoffe können nämlich eine akute Migräneattacke abfangen). Ebenso kann am Verhalten der Patientin gearbeitet werden, um die Migräneanfälle in Zukunft zu reduzieren. Ein wesentliche Bausteine auf dem Weg zur Schmerzfreiheit zählen ebenso die Ernährungsberatung, Entspannungsverfahren und die Osteopathie.

 

Beachten Sie aber bitte, dass eine neurologische Untersuchung auch von mir angeraten wird, gerade beim erstmaligem Auftreten einer Attacke, bei Schmerzsteigerung oder zusätzlichen „neuen“ Symptomen (wie Aura sehen, Doppelbilder, Sehstörungen, Empfindungsstörungen etc.). Dies kann auf einen Schlaganfall oder ähnliches hinweisen. Eine schulmedizinische Abklärung ist auch erforderlich, wenn eine ausgeprägte Nackensteifigkeit mit Kopfschmerzen auftritt (mögliche Hirnhautentzündung) oder plötzlich einschießende heftigste Schmerzattacken an der äußeren Gesichtshälfte (Trigeminusneuralgie)

 

Bleiben Sie schmerzfrei auch bei Vollmond

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