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Schwitzen ist nicht immer „hot“

Schwitzen ist ein normaler Vorgang bei körperlichen Anstrengungen oder Infektionen/Fieber zur inneren Temperaturregulation. 2-3 Mio Schweißdrüsen über den ganzen Körper verteilt können bis zu 2 Liter Schweiß pro Stunde ausschütten.

 

Wie kommt es jetzt zur übermäßigen Schweißbildung ohne Belastung, Übergewicht und in unserer Klimazone? Menschen tun es aus Angst, bei Nervosität, in den Wechseljahren, bei Schilddrüsenstörungen, bei Kraftlosigkeit (Eisenmangel?) und sogar nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel (Allergien?).

 

Die Steuerung erfolgt unbewusst über empfindliche Zentren im Zwischenhirn und Rückenmark. Hier findet auch das Wechselspiel zwischen Körper und Psyche statt, d.h. Schweißausbrüche können emotionell ausgelöst werden. Ärger, Wut, Angst oder andere Stressfaktoren beeinflussen die Körperfunktion unterschiedlich stark aber direkt. Ein weiterer Einflussfaktor sind die Hormone. Da Schilddrüsenstörungen ähnliche Symptome wie Hormonschwankungen in den Wechseljahren vorgaukeln, steht vor der Therapie hier die gründliche Ursachensuche.

 

Bleiben wir aber heute bei den Wechseljahren: Das Wärmezentrum im Gehirn, das die Körpertemperatur konstant hält, ist von Östrogen abhängig. Aufgrund des Hormonmangels, oder besser gesagt des Ungleichgewichtes zwischen Östrogen und Progesteron, funktioniert die Regulierung nicht mehr richtig. Bei fallenden Östrogenwerten, stellt das Nervensystem die Hautgefäße weit, um Wärme abzugeben. Das geschieht intervallartig in Einklang mit den Hitze-Wallungen.

Infolge der erhöhten Herzfrequenz und Blutzirkulation im Körper wird häufig das Gesicht und das Dekolletee rot, was für die Betroffenen extrem unangenehm ist. Diese Wellen dauern in der Regel nur kurz an um dann nahtlos in einen Schweißausbruch mit anschließendem Frösteln überzugehen. Nächtliche Attacken führen zu Schlafstörungen und auch erhöhter Erkältungsneigung.

 

Eine zusätzliche Theorie besagt, dass der weibliche Körper das Schwitzen als Ventil anstelle der ausbleibenden Regelblutung nutzt, um überschüssige Energien, Schlacken und Schadstoffe auszuleiten. Geben Sie Ihrem Körper am besten ein anderes Ventil z.B. schweißtreibendes Saunieren, Sport, Aderlässe, Fastenzeiten und Säure-Basen-Bäder/Kuren um nur einige Tipps zu nennen.

Gerade wenn der Schweiß unangenehm riecht (kommt oft während hormonellen Umstellungsphasen vor – auch während der Pubertät) obwohl die tägliche Hygiene eingehalten und die Kleidung gewechselt wird, ist eine Ausleitungs-/Entgiftungskur angezeigt. Die Haut ist nämlich meist das letzte Entgiftungsorgan, das sich auflehnt, wenn zuvor alle anderen überlastet sind (Leber, Nieren, Lymphe). Eine entsprechende Ausleitung unterstützt alle Organfunktionen und besänftigt hitzige Gemüter. Fragen Sie ab März in der Praxis für Frauengesundheit nach.

 

Kann das hormonelle Schwitzen auch psychisch bedingt sein?

Psychische Belastungen, wie oben schon gelesen, verstärken die Hitzewallungen natürlich. Die Angst vor der nächsten Hitzewallung im Büro feuert den neuen Schub bereits an. Aber auch die Einstellung zu den Wechseljahren und zum Älter-werden hat einen Einfluss auf die sensiblen Hormonkreisläufe.

 

In meiner Praxis stecken oft auch nicht erkannte Allergien (Histamin), Diabetes, hohe Vitamin B Einnahmen, Eisenmangel und die bekannten Schilddrüsenstörungen hinter Schwitzattacken. Nächtliches, starkes Schwitzen mit Wäschewechsel muss medizinisch abgeklärt werden.

Als naturheilkundliche Präparate kommen bei übermäßiger Schweißbildung (ohne besondere organische Ursache) homöopathische Arzneimittel im Sinne einer Reiz- und Regulationstherapie zum Einsatz. Pflanzliche Mittel, die direkt oder indirekt die Tätigkeit der Schweißdrüsen regulieren können, sind u.a. Salbei und schwarzer Holunder oder das südamerikanische Rutakraut (Jaborandi), je nach Beschwerdebild einzeln oder in Komplexmitteln verordnet. Hormonell bedingtes Schwitzen wird nach Laborkontrolle mit entsprechenden bioidentischen oder homöopathisch aufbereiteten Hormonen behandelt.

 

 

 

 

 

 

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