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Parodontitis – Gefahr für Herz und Hirn

 

Experten schätzen, dass ca. 10 Millionen Menschen in Deutschland unter einer schweren Parodontitis leiden. Sicher sind die leichten Fälle noch weit verbreiteter. Damit löst die Parodontose, wie sie der Volksmund nennt, Karies als Volkskrankheit ab. Parodontose galt bis Mitte des letzten Jahrhunderts als ganz normale Alterserscheinung. Erst später erkannte man, dass der Zahnverlust durch chronische Entzündungen hervorgerufen wird, die sich durchaus bekämpfen lassen.

Parodontitis ist die bakteriell bedingte Zahnfleischentzündung. Es können bereits Teile des Zahnhalteapparates (Bindegewebe und Knochen) zerstört sein. Bei einer Parodontitis ist nicht nur das Zahnfleisch, sondern der ganze Mensch betroffen. Die Zusammenhänge finden Sie in der Zahntabelle.

 

PEKANA Zahntabelle

 

Bei der Gewebszerstörung spielt das eigene Immunsystem die Hauptrolle – es versucht, die Bakterien zu beseitigen. Diese Immunantwort besteht aus einer vielfältigen Abfolge von Reaktionen und Aktionen, bei der viele verschiedene Entzündungsstoffe und -zellen beteiligt sind. Unter anderem werden Enzyme gebildet, die die Bakterien zerstören sollen, jedoch auch zu einer Zerstörung von Kollagen führen. Das führt letztlich zum Verlust von Bindegewebe und Knochen.

Es geht hierbei nicht nur um die offensichtlichen Faktoren, wie Rauchen und mangelnde Mundhygiene als Risikofaktoren sondern um Stress, unausgewogene Ernährung, Immunstörungen und Diabetes (Zuckerkrankheit) sowie hormonelle Schwankungen.

Die chronische Parodontitis ist besonders schleichend. Unerkannt und unbehandelt kann sie Herzerkrankungen, Atemwegserkrankungen, bei vorgeschädigten Blutgefäßen auch Schlaganfall, rheumatoide Arthritis und sogar Alzheimer begünstigen.

 

In der Frauenheilkunde stellen wir die Wechselwirkung zwischen Parodontitis und Osteoporose sowie die besondere Versorgung von Schwangeren (Fehlgeburt) in den Vordergrund.

 

Ganzheitliche Behandlungsansätze in meiner Praxis bei chronischer Parodonitis/Vorsorge:

  • Ernährungsumstellung hin zu einer mediterranen Kost
  • Omega 3 Fettsäuren (EPA, DHA)
  • Antioxidantien (z.B. Lycopin)
  • Coenzym Q10 (gerade bei Herz-Risikopatienten)
  • Darmsanierung (Schleimhäute des Darms stellen unsere Hauptimmunabwehr da spiegeln die Schleimhäute an anderen Hautbarrieren zur Erregerabwehr)
  • Eigenbluttherapie

 

Wie Sie sich selbst helfen können:

  • Grüner Tee Gel (antiinfammatorisch, antimikrobiell)
  • Aloe vera Spülungen (immunmodulierend, auch bei Zahnfleischblutung und Gingivitis)
  • Propolis-Mundspülungen (auch bei Entzündungen der Mundschleimhaut)
  • Granatapfel-Direktsaft (wundheilungsfördernd, antioxidativ auch bei Aphten)
  • Pflege der Zahnzwischenräume und professionelle Zahnreinigung, sowie regelmäßige Kontrollbesuche (ganzheitlich arbeitende Zahnärzte)

 

P.S.:

Lesen Sie dazu auch meinen früheren Beitrag zu Herderkrankungen.

Die häufigsten Störungen in der Mundhöhle sind wurzelgefüllte oder tote Zähne, denn sie stellen chronische Entzündungsherde dar, die Bakterien, Gifte, Eiweißabbauprodukte und Allergene kontinuierlich in die Blutbahn streuen. Dort angelangt, können sie Schädigungen in entfernten Regionen des Körpers hervorrufen.

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