skip to Main Content
06173 9635-87 info(at)praxis-frauengesundheit.de

Einmal Herpes – immer Herpes?!

Party, Vortrag, Bewerbungsgespräch? Immer dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann, treten sie auf: Kleine schmerzende Bläschen an der Lippe – Herpes simplex labialis Typ 1.

 

Das Wort kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie „schleichender Schaden“. Und das trifft es ziemlich genau. Einmal infiziert, trägt man das Virus zeitlebens in sich. Herpes-Viren lauern in Nervenknoten (Ganglien) und warten auf ihren „Auftritt“.

 

Wann es ausbricht ist meist abhängig von der eigenen Immunabwehr plus diversen anderen Stressoren wie Vitaminmangel, Fieber, Infektionskrankheiten, psychische Belastungen, hormonelle Schwankungen oder auch Nervenreizungen wie z. B. durch starke Sonneneinstrahlungen oder Kälte) oder einer direkten Konfrontation mit dem Virus. Die Infektion ist nämlich von ihren ersten Anzeichen bis zum Abfallen der Krusten ansteckend.

 

Die Schulmedizin hat kein Medikamente zur Vertreibung von Viren und kann damit keine ursächliche Therapie durchführen, es bleibt – wie so oft – die symptomatische Behandlung.

 

* Antivirale Salben hemmen das Viruswachstum und beschleunigen so die Wundheilung (die Krankheitsdauer kann bei rechtzeitigem Einsatz geringfügig verkürzt werden). Das oft genutzte Medikament „Aciclovir“ (virusstatisch **) reduziert den Schmerz, senkt möglicherweise das auftretende Fieber und soll die Heilung fördern.

Für stärkere Verläufe gibt es den Wirkstoff auch in Tablettenform. Hier sind erhebliche Nebenwirkungen zu beachten. Genau wie bei der Antibiose wird auch bei dieser Einnahme eine zunehmende Resistenzbildung festgestellt. Die Viren lassen sich nicht mehr durch die Wirkstoffe beeinflussen.

 

Was können Patienten von einer naturheilkundlichen Behandlung erwarten?

 

Auch pflanzliche Wirkstoffe können – frühzeitig eingesetzt – helfen, die Bläschen rasch loszuwerden. Z. B. die Melisse (Anwendung innerlich und äußerlich). Klinische Studien zeigen, dass der Extrakt der Melisse die Vermehrung der Viren ebenso verhindern kann. Und mehr noch, das Virus kann nicht in die Zelle eindringen. Damit werden gesunde Zellen geschützt und die Infektion an der Ausbreitung gehindert. Das ätherische Öl wirkt entzündungshemmend, reizmildernd, schmerzlindernd, virushemmend, bakterizid und trocknend auf nässenden Wunden. Wahrscheinlich kann es sogar vorbeugend eingesetzt werden. Ähnlich wirkende Aromaöle sind z.B. Eichenrinde, Salbei, Teebaum und Ratanhiawurzel. Achtung bei Allergikern.

 

Aktuell werden Inhaltsstoffe der Birkenrinde getestet, die möglicherweise bei Resistenzbildungen gegen Aciclovir einsetzbar sind.

 

Ich empfehle begleitend eine hochdosierte Einnahme von Präparaten mit Senfölen, die sich schon bei Blasen- und Halsentzündungen bewährt haben.

 

Im Notfall kann schon das Betupfen mit hochprozentigem Alkohol, Zahnpasta oder ätherischen Ölen, wie Rosmarin-, Salbei- und Ingwer-Breien, die Infektion dämpfen.

 

Viele Patientinnen haben gute Erfahrungen mit Manuka-Honig oder Propolis gemacht. Ich habe bei Hautproblemen immer das bewährte Stiefmütterchenkraut zur Hand, aus dem ich einen Tee zubereite, ein Leinentaschentuch darin eintauche und abgekühlt auf die betroffenen Stellen lege.

 

Bitte berühren Sie keine aufgeplatzten Bläschen, sonst besteht Entzündungsgefahr oder eine unkontrolliert Ausbreitung auf andere Hautpartien.

Bei starker Schwellung, Fieber, Krankheitsgefühl, Nervensymptomen oder großflächiger Ausbreitung ziehen Sie bitte einen Arzt zu Rate.

 

Beugen Sie vor mit einem starkem Immunsystem.

Je besser die Abwehr funktioniert, desto besser können Viren in Schach gehalten werden. Im Schub gönnen Sie sich jedoch Ruhe und verzichten Sie auf Sport, Sauna etc.

 

Ich wende ich der Praxis für Frauengesundheit bei Herpes wie auch bei vielen anderen chronischen Erkrankungen auch gerne die Nosodentherapie an. Noch nie gehört?

 

Dann hier noch eine kurze Erklärung: In der Naturheilkunde kann die Nosodentherapie zur Behandlung vieler Krankheiten genutzt werden. Die Darreichungsformen sind identisch zu denen der klassischen Homöopathie, die Inhalte und das Wirkprinzip sind jedoch ein anderes. Denn die klassische Homöopathie folgt dem Wirkungsprinzip „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“. Die Nosodentherapie folgt dem „Gleichheitsprinzip“. Die Mittel enthalten die Informationen der eigentlichen Krankheit, sind z. B. aus kranken Geweben, Körpersekreten, Viren, Pilzen etc. aufbereitet.

 

Prinzipiell kann die Nosodentherapie als eine Mischung aus Impfung und Homöopathie gesehen werden und hat auch darin ihre Entstehungswurzeln.

 

* Antiviral = gegen ein Virus gerichtet

** Virusstatisch = hemmt die Vermehrung von Viren

 

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
    1. Hallo Frau Kather, Nosoden (von griechisch nosos, Krankheit) sind mit anderen Worten homöopathisch aufbereitete und hochverdünnte Mittel. Sie werden aus pathologisch oder krankhaft verändertem Material hergestellt. Typische Ausgangsstoffe für diese speziellen Arzneimittel können sein: Blut, Eiter, Sekrete, sonstige Ausscheidungen und Krankheitserreger oder gar Hormone. Auch ich verwende diese Therapiemethode mit Erfolg in meiner Praxis. Die Dosierung ist individuell, daher kann ich dazu nichts sagen. In der Regel werden die niedrigeren Potenzen im akuten Fall, bei chronischen Rezidiven den höheren Potenzen gern verordnet. Allerdings finde ich die tägliche Verabreichung etwas zu oft, bitte kontaktieren Sie Ihre Therapeutin, wenn Sie Bedenken haben oder Beschwerden auftreten. Viele Grüße und gesunde Zeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top