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Besonders beachtenswert: die Schilddrüse in den Wechseljahren

 

Viele Frauen, die mich aufgrund von Wechseljahrsbeschwerden in der Praxis aufsuchen, leiden unter einer Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose), oft ohne es zu ahnen. Auch beim jährlichen Check-up der Blutwerte, wird die Schilddrüse meist nicht berücksichtigt. Vorweggenommen: Fragen Sie danach. Die Werte fT3, fT4 und TSH dienen einer recht guten ersten Analyse. Die Investition lohnt sich.

 

Die Schilddrüse produziert Hormone, die die Stoffwechselaktivität des Körpers regulieren. Wenn also zu wenige dieser Hormone produziert werden, laufen die Stoffwechselvorgänge langsam ab. Werden aber zu viele davon produziert, stehen wir ständig unter „Strom“.

 

Die Symptome ähneln den, der Wechseljahre und können belastend sein: Gewichtszunahme, Müdigkeit, Haarausfall, depressive Verstimmungen, Verstopfung, Libidostörungen, ständiges Frieren, Herzjagen, Schwitzen, Nervosität u.v.m.

 

Die weit verbreitete Östrogen-Dominanz sorgt zusätzlich dafür, dass die Schilddrüsenhormone nicht mehr richtig agieren. Wir sprechen von einer Schilddrüsenhormon-Resistenz. Und plötzlich macht die Schilddrüse schlapp, auch wenn sie bisher gut gearbeitet hat. Möglichweise kann eine unbemerkte, leichte Schilddrüsenstörung jetzt heftige Symptomen zeigen. Auch eine Schilddrüse, die bisher gerade noch ausreichend Hormone produzierte, scheitert jetzt an dem erhöhten Bedarf.

 

Eine besonders unglückliche Kombination ist die Neigung zur Gewichtszunahme und die Antriebsschwäche, der niedrige Blutdruck und die Müdigkeit. Dadurch fällt Sport (noch) schwerer, weil man lieber trübsinnig auf dem Sofa sitzt.

In den Wechseljahren ist eine Schilddrüsenunterfunktion doppelt ungünstig, weil in dieser Zeit weitere Faktoren hinzukommen, die Übergewicht fördern und das Abnehmen erschweren (u.a. Ungleichgewicht von Cortisol, DHEA, Steroidhormonen).

 

Je früher eine Schilddrüsen-Störung entdeckt wird, desto besser kann eine alternative Therapie greifen. Wirkungsvolle Pflanzen kommen nebenwirkungsarm zum Einsatz:

 

Mit direkter Wirkung auf die Schilddrüse:

  • Wolfstrapp als ein „Harmonisierer“ der Drüsenfunktionen
  • Selen und Vitamin D
  • Weinraute als Schilddrüsen-Beruhiger

 

Mit Wirkung auf die Begleitsymptome:

  • Birke als Stoffwechsel fördernd
  • Johanniskraut als Stimmungsaufheller
  • Rosmarin als Kreislaufstärker
  • Salbei bei übermäßigem Schwitzen
  • Herzgespann als Herzberuhiger
  • Hafer als Schlafförderer
  • Angelikawurzel als generelle Stärkung
  • Bärlapp als Anreger des Fettstoffwechsels und der Verdauung

 

Mit positiver Wirkung auf den weiblichen Hormonkreislauf:

  • Mönchspfeffer
  • Traubensilberkerze Cimicifuga positiv auf den weiblichen Hormonkreislauf

 

Seien Sie vorsichtig, denn auch Naturheilmittel, die Wirkung zeigen, können auch NebenWirkung zeigen. Auch die Jodzufuhr gehört in professionelle Hände und sollte nicht eigenmächtig angewandt werden. Gleiches gilt für die Autoimmun-Erkrankungen Hashimoto und Basedow. Also wenden Sie sich vertrauensvoll an einen fachkundigen Heilpraktiker / Arzt.

 

In meinem ganzheitlichen Therapiekonzept werfe ich immer auch einen Blick auf den seelischen Anteil einer Erkrankung.

 

Im Falle einer Schilddrüsen-Unterfunktion spiegelt uns diese eine innere Antriebsarmut, vielleicht als Schutzfunktion? Rüdiger Dahlke spricht in seinem Buch „Krankheit als Symbol“ von „sich auf sich selbst besinnen, hinter dicken Mauern Zuflucht suchen.“

 

Die Schilddrüsen-Überfunktion zeigt uns im Gegensatz den „über-funktionierenden Menschen“. Ein Ungleichgewicht zwischen Be- und Entlastung. Sie manifestiert sich oft in einer vergrößerten Schilddrüse – dem „dicken Hals“ bzw. einem nicht auszuhaltenden „Druck, der im Hals stecken bleibt“.

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